Von KI bis Telemedizin: So verändert die Digitalisierung das Gesundheitswesen

Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen rasant. Von KI-gestützten Diagnosen bis hin zu digitalen Patientenakten – Technologie verbessert Prozesse, entlastet Fachkräfte und ermöglicht eine schnellere, individuellere Versorgung. Doch wie sieht die Realität aus? Welche Chancen und Herausforderungen bringt dieser Wandel mit sich? Mag.a Barbara Prazak-Aram, Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Digitales Gesundheitsmanagement, gibt spannende Einblicke.

„Die digitale Transformation ist aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken“, betont Prazak-Aram. Dank automatisierter Dokumentation können Ärzt*innen und Pflegekräfte sich stärker auf ihre Patienten*innen konzentrieren. Telemedizin macht ärztliche Beratung ortsunabhängig möglich, besonders für chronisch Kranke oder Menschen in ländlichen Regionen. Künstliche Intelligenz unterstützt Mediziner*innen bei der Diagnose und hilft, personalisierte Therapiepläne zu entwickeln. Und dann sind da noch Robotik und Assistenzsysteme: Exoskelette erleichtern Pflegekräften das Heben schwerer Lasten, automatische Medikamentenausgabe spart Zeit. Kurz gesagt – smarte Technologien nehmen Routineaufgaben ab, damit Menschen für Menschen da sein können.

Herausforderungen der Digitalisierung des Gesundheitswesens: Datenschutz, Schulung & der richtige Einsatz

Doch so viel Potenzial bringt auch Verantwortung mit sich. „Technologie soll den Menschen nicht ersetzen – sondern unterstützen“, betont Prazak-Aram. Damit das gelingt, müssen digitale Anwendungen einfach zu bedienen und sicher sein. Datenschutz ist ein sensibles Thema, besonders wenn es um Gesundheitsdaten geht. Zudem braucht es gezielte Schulungen, um Fachkräfte auf den digitalen Arbeitsalltag vorzubereiten. Denn eine noch so gute Technologie bringt wenig, wenn niemand sie effizient nutzen kann.

Digital-Kompetenz als Schlüssel einer patient*innenorientierten Gesundheit

Im Masterstudiengang Digitales Gesundheitsmanagement widmen sich Studierende den Schlüsselthemen für eine gelingende digitale Transformation der Gesundheitsbereiche: Wie funktionieren digitale Tools? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es? Wie können neue Technologien sinnvoll integriert werden? Neben praxisnahen Projekten stehen auch Themen wie Barrierefreiheit und Nutzer*innenfreundlichkeit im Fokus des Masterstudiengangs – denn eine gute digitale Lösung muss für alle zugänglich sein. „Unsere Absolvent*innen sind gefragt, weil sie nicht nur mit digitalen Tools umgehen, sondern sie aktiv mitgestalten können“, so Prazak-Aram.

Digitale Trends, die das Gesundheitswesen von Morgen prägen werden

Von KI in der Diagnostik über elektronische Patientenakten bis hin zu Wearables für personalisierte Gesundheitsvorsorge – die digitale Revolution im Gesundheitswesen schreitet voran. Doch für Prazak-Aram ist eines klar: „Technologie allein ist nicht die Lösung. Es braucht ein bewusstes und reflektiertes Umgehen mit digitalen Möglichkeiten.“ Ihr Wunsch für die Zukunft? Mehr Offenheit für Innovationen, aber auch einen ehrlichen Austausch über deren Grenzen. Und für Studierende? „Bleibt neugierig, denkt kritisch und nutzt Technologie, um echte Verbesserungen zu schaffen.“

Mehr Informationen zum Masterstudiengang Digitales Gesundheitsmanagement findest du hier.

 


Autor*innen: Timna - Marketing und Kommunikation der FERNFH
Rückfragehinweis: muk@fernfh.ac.at